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Bau- und Energieberatung, Gutachtertätigkeit, Luftdichtigkeitsmessungen, Feuchtemessungen Neben der Infrarot- Thermografie Messung an Gebäuden zur Bestimmung von flächenhaften Temperaturverteilungen und somit dem eindeutigen Lokalisieren von Wärmebrücken bieten wir folgende Beratungsleistungen und Gutachten im Baubereich an:
Das Ziel eines jeden Bauvorhaben sollte es sein, eine optimale Wohnbehaglichkeit zu erreichen und die dafür eingesetzte Energie zu minimieren. Dazu ist es notwendig, eine relativ luftdichte Außenhülle an jedem Gebäude zu schaffen. In der DIN 4108, Teil 7; wird der "Einbau einer luftundurchlässigen Schicht über die gesamte Fläche" gefordert. Die EnEV (Energieeinsparverordnung) honoriert die Durchführung der Luftdichtigkeitsmessung. Werden die Grenzwerte eingehalten, darf ein reduzierter Luftwechsel angesetzt werden und bei Gebäuden mit Lüftungsanlage gehört die Luftdichtigkeitsmessung zum Standard, da nur mit Dichtheitsnachweis diese Technik im Energiebedarfsnachweis berücksichtigt werden darf. Für Passivhäuser ist der Nachweis Pflicht. Bereits seit Juli 1998 ist die DIN 4108- 7 anerkannte Regel der Technik. Die Luftdichtigkeitsmessung (über z.B. Blower Door- Geräte) ist das dafür vorgeschriebene Prüfverfahren. Bei der Messung werden Fehlerstellen erkennbar und Planer und Ausführende sensibilisiert. Für die bauausführenden Gewerke bietet sich die Luftdichtigkeitsmessung deshalb auch zur (eigenen) Qualitätssicherung an. Wenn im Energiebedarfsausweis nach § 13 Energieeinsparverordnung ein Messprotokoll für den Dichtheitsnachweis beigefügt werden soll, muss die Luftdichtigkeitsmessung nach DIN EN 13829, Verfahren A durchgeführt werden. Mit Einführung der Energieeinsparverordnung (EnEV) im Jahr 2001 wurde die Luftdichtigkeitsmessung zum Standard beim Bau von Passivhäusern und zum allgemeingültigen Kriterium für eine zeitgemäße und energieeffiziente Bauweise. Zunehmend werden die Luftdichtigkeitsmessungen auch im gewerblichen Bereich wie z.B. in der Reinraumtechnik, bei Industriebetrieben und im Brandschutz angewandt. Die Einsatzgebiete der Luftdichtigkeitsüberprüfungen und der Gebäudethermografie sind vielfältig, die Gründe für ein luftdichtes Bauen ebenfalls. Ob Senkung des Energieverbrauches, Schutz vor konvektiv bedingten Bauschäden, Sicherheit vor dem Eintrag von Schadstoffen oder die Erhöhung des Wohnkomforts. Luftdichtigkeitsüberprüfungen mit z.B. Blower Door- Anlagen sollten in jedem neu gebauten Gebäude vorgenommen werden. Die Luftdichtigkeitsmessung bietet die Möglichkeit :
Die Luftwechselrate bei 50 Pa Druckdifferenz (n50 - Wert) ist die international gebräuchlichste Form zur quantitativen Darstellung der Luftdurchlässigkeit. Ob die vorgefundenen Leckagen in ihrer Summe akzeptiert werden können oder Nachbesserungsbedarf besteht, wird meist an dieser Kenngröße entschieden. Die Grenzwerte, die im Rahmen der Einzelfallprüfung nach WSchV 95 bei neu gebauten Häusern nicht überschritten werden dürfen, legt der Teil 7 der DIN 4108 ( [ DIN 4108- 7] vom Nov. 96) folgendermaßen fest (ab Januar 2002 hat die EnEV [Energieeinsparverordnung] Gültigkeit):
Bei der Luftdichtigkeitsprüfung muss grundsätzlich ein Über- und Unterdruck von mindestens 50 Pa im Gebäude erzeugt werden. Der in der DIN festgelegte Wert bezieht sich auf die mittlere Luftwechselrate der sich wiederum aus der Berechnung von Über- und Unterdruck ergibt. Während für die Gebäudethermografie eine Temperaturdifferenz von mindestens 15K [Kelvin] vorhanden sein muss, reicht bei der Luftdichtigkeitsmessung mit Infrarotüberprüfung der Undichtigkeiten schon eine geringere Temperaturdifferenz von mindestens 5K aus. Einen Flyer zu den notwendigen Voraussetzungen einer aussagekräftigen Gebäudediagnostik mittels Infrarotaufnahmen aus dem Außen- und Innenbereich, sowie den Luftdichtigkeitsmessungen finden Sie in der Datei ITK Flyer Gebäudediagnose.pdf. |
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Wird ein Gebäude einer Luftdichtheitsprüfung unterzogen, so wird in eine geöffnete Außentür oder Fenster eine luftundurchlässige Folie über einen verstellbaren Rahmen aus Aluminiumprofilen eingespannt. Dabei drückt sich der Rahmen über Gummidichtungen im Türrahmen fest und verhindert so, dass die Außenluft unkontrolliert in das Haus gelangt. Im unteren Teil der Folie befindet sich eine Öffnung, welche einen drehzahlgeregelter und kalibrierter Ventilator aufnehmen kann. Somit kann im gesamten Haus eine konstanter Über- und Unterdruck von 50 Pa erzeugt werden; dies entspricht 5mm WS [Wassersäule]. Über die, auf dem Foto in der Mitte hängenden Messgeräten (Druckmessdose und Strömungsmesser), wird die Gebäudedruckdifferenz und die dabei geförderte Luftmenge über das Gebläse gemessen. Die Öffnung des Ventilators ist durch unterschiedliche Blenden zu verändern. Entsprechend der verwendeten Blende und unter Einbeziehung der bekannten Gebäudedaten, wie das eingeschlossene Luftvolumen der zu messenden Räume wird so die Luftwechselrate pro Stunde bei 50 Pa (n50 - Wert) und der Luftvolumenstrom durch die Gebäudehülle pro m² Hüllfläche ermittelt. Die Gebäudehüllfläche sowie die beheizte Gebäudegrundfläche gehen ebenfalls in das Rechnerprogramm ein. Mit einem Blower Door- Anlage können z.B. bis 7.800 m³ umbauter Raum auf ihre Luftdichttigkeit untersucht werden. Bei größeren Gebäuden müssen mehrere Geräte eingesetzt werden (s. unten). |
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Mit der Infrarotkamera oder dem Nebelgenerator kann während der Luftdichtigkeitsprüfung exakt nachzuweisen, an welchen Stellen im Gebäude die Luftdichtigkeit nicht gegeben ist und nachgebessert werden muss. Durch Theaternebel, welcher mit einem Nebelgenerator erzeugt wird, sind Undichtigkeiten in der Gebäudehülle ebenfalls nachzuweisen. Infrarotbilder sind jedoch dem Nebel vorzuziehen, da diese die Lecks bedeutend genauer darstellen und eine Dokumentation von evtl. Undichtigkeiten viel eindeutiger gegeben ist. Mittels einem thermischen Anemometer kann die Strömung an den evtl. undichten Bereichen in [m/s] gemessen werden. Die Winddichtheit der Gebäudehülle ist für ein behagliches Raumklima und für einen geringen Energieverbrauch wichtig. Nach dem Abschluss der Messungen und den Berechnungen erhält der Kunde dann ein Zertifikat über die luftdichte Gebäudehülle. Für die Luftdichtigkeitsmessungen vor Ort muss für ein Einfamilienhaus eine Zeit von 3 - 4 Stunden einkalkuliert werden. |
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Das beiden oberen Infrarotbilder zeigen einen Teil einer ausgebaute Dachwohnung. Die Bewohner klagten über Zugerscheinungen in der gesamten Wohnung. Mit Hilfe einer Blower Door- Messung wurde ein Unter- und Überdruck erzeugt und die Luftwechselrate berechnet werden. Bei dieser Wohnung lag der Mittelwert aus Unter- und Überdruck bei n50 = 17,1 h-1. Gefordert ist eine Luftwechselrate von n50 = 3 h-1; also ein sehr schlechtes Ergebnis. Die Schwachstellen lagen hier in erster Linie in den Übergängen der Fenster zu der Dachfläche (s. linkes oberes Infrarotbild). Weiterhin sind Undichtigkeiten im unteren rechten Infrarotbild in der Aufsparrendämmung zu erkennen. Um die gesamten Plattenstöße sind Zugerscheinungen zu messen. Bei Gebäuden entstehen durch Wind und thermische Auftriebskräfte Druckunterschiede zwischen den Innenräumen und der Außenatmosphäre. Der dadurch hervorgerufene Luftwechsel lässt sich angenähert errechnen (DIN 4108 T6). Für die Undichtigkeiten der betrachteten Wohnung (geschlossene Türen und Fenster vorausgesetzt) ergibt sich der mittlere Leckluftwechsel nz während einer Heizperiode von min. 1,8 h-1. Der Luftwechsel nz von 1,8 je Stunde hat einen Lüftungswärmebedarf von etwa 126 kWh je m² beheizte Fläche und Jahr zur Folge. Bei einer Wohnfläche von ca. 76 m² entspricht dies einem jährlichen Wärmebedarf, durch Luftleckagen von ca. 9.576 kWh. Dadurch, dass es keine dichten Wohnungen bzw. Gebäude gibt und eine Luftwechselrate von bis 3 h-1 zulässig ist, kann dieser Wert von dem jährlichen Wärmebedarf abgezogen werden. Unter Berücksichtigung des zulässigen Wertes ergibt sich nur durch Luftleckagen, oberhalb des zulässigen Wertes, ohne Wärmebrücken ein zusätzlicher jährlicher Wärmebedarf von ca. 7.980 kWh. Hier finden Sie noch einen interessanten Zeitungsartikel aus Handwerkersicht zu dem Thema "Die Herstellung einer Luftdichtheitsschicht erfordert ein abgestimmtes Zusammenspiel von Detailplanung, Materialauswahl und praktischer Ausführung" (917kB) aus der Zeitschrift "Baugewerbe" (www.baugewerbe-magazin.de).Einen Artikel "Die Mär vom atmenden Haus" aus der Zeitschrift IKZ ENERGY Heft 3 / 2009 (Magazin für erneuerbare Energien und Effizienz in Gebäuden) zum Thema Luftdichtheitsmessung mittels Blower Door an Gebäuden finden Sie als pdf- Datei hier (850kB). In dem Artikel wird über den falschen Glauben "ein Gebäude müsse natürlich atmen", den Luftwechsel, die Leckagen und das Prinzip der Blower Door Messung eingegangen. Auch zu Preisen finden Sie etwas in dem Fachbeitrag.Für die Messungen stehen uns unterschiedliche Aluminiumrahmen für die Aufnahme der Blower Door- Anlage in der Tür zur Verfügung. Ein Rahmen hat z.B. eine maximale Größe von 1,02m x 2,42m (kleinstes Maß 0,63m x 1,30m). Ein weiterer Rahmen mit Plane bietet die Möglichkeit, eine 1,82m x 2,68m (kleinstes Maß 1,05m x 1,45m) große Öffnung zu verschließen (s. unteres Foto), wie sie oft bei großen Gebäuden vorhanden sind. Somit ist es auch möglich große Türen in öffentliche Gebäuden, Schwimm- und Eishallen oder Industriebetrieben fachgerecht zu verschließen. Sind die Türen oder Fensterrahmen größer, so sollte dies im Vorfeld bekannt sein, um anderweitige Abdichtungen bereitstellen zu können. Bei großen Gebäuden haben wir auch die Möglichkeit mehrere Blower Door- Systeme einzusetzen und zu kombinieren. Mittels spezieller Software können große Gebäude so gemessen und berechnet werden. |

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Nach der DIN EN 13829 besitzen große Gebäude ein Volumen von größer etwa 4.000m³. Die Luftwechselrate n50 nach EnEV und DIN 4108 Teil 7 ist bei der Messung von großen Gebäuden recht leicht zu erfüllen, da das Verhältnis von der Gebäudehüllfläche A zum Volumen V (A/V Verhältnis) relativ klein ist. Während bei Einfamilienhäusern ein A/V Verhältnis von etwa 1 vorliegt, liegt das A/V Verhältnis bei großen Gebäuden zwischen 0,2 und 0,5. Trotzdem können auch große Gebäude relativ undicht sein und große Einzelleckagen aufweisen, welche zu hohen Energieverlusten führen. Weiterhin kann durch diese Leckagen es vorrangig überall dort, wo hohe relative Luftfeuchtigkeiten vorhanden sind (Schwimmhallen, spezielle Industriebetriebe), es zum Eindringen von feuchter Raumluft mit anschließender Taupunktunterschreitung in die Gebäudedämmung kommen. Somit treten starke Feuchtigkeitsprobleme auf und Bauschäden sind auf die Dauer oft nicht zu vermeiden. Bei großen Gebäuden müssen jedoch mehrere Blower Door- Anlagen zum Einsatz kommen, da nur ein Gebläse nicht die notwendige Leistung bringt. Die Anzahl der einzusetzenden Gebläse läßt sich wie folgt berechnen: Kalkulation der Messgeräteanzahlen über n50 |
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Beispielgebäude |
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Ein Gebäude hat ein Innenvolumen von |
V = 27.500 m³ |
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eine Hüllfläche von |
A = 7.650 m² (gesamte Außenfläche mit Grundfläche) |
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A/V Verhältnis (Gebäudehüllfläche A / Volumen V) |
A/V = 0,3 |
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die geforderte Luftwechselrate |
n50 = 1,5 h-1 (Gebäude mit Klima- oder Abluftanlage) |
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erforderlicher Luftvolumenstrom |
= V x n50 |
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Anzahl der notwendigen Gebläse |
= 41.250 m³/h / 7.800m³/h |
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